Upcycling No. 1 – Vom Wert der Dinge

von | 26. Mrz 2021 | DIY*S | 0 Kommentare

Wie sagt man so schön: »Es ist nicht alles Gold was glänzt.«, aber es ist auch nicht alles Müll, was seinen Glanz verloren hat. In allen Dingen steckt ein Wert - sei es der Rohstoff, die (Hand-)Arbeit, ein besonderes Bedürfnis oder eine emotionale Verbundenheit.

Upcycling-Ideen – Das Potential in alten Dingen zu erkennen ist gar nicht so einfach. Zu verlockend ist es, für die neue Bluse wieder zum neuen Stoff zu greifen oder den altmodischen Stuhl gegen einen neuen zu ersetzen. Wie also mit den Upcycling-Projekten beginnen? Mit diesen Gedanken von Swantje:

Zum Anfang. Zur Motivation. Zum großen Ganzen.

Wie sagt man so schön: »Es ist nicht alles Gold was glänzt.«, aber es ist auch nicht alles Müll, was seinen Glanz verloren hat. In allen Dingen steckt ein Wert – sei es der Rohstoff, die (Hand-)Arbeit, ein besonderes Bedürfnis oder eine emotionale Verbundenheit. Was für die Einen an Wert verloren hat, kann für die Anderen ein echter Gewinn sein.

Recycling – für die Tonne?

Beispiel »Recycling«. Wir werfen Dinge weg und Irgendjemand macht daraus irgendwas. Hmm… so genau wissen wir es oft gar nicht, aaaber kennen wir vom Gelben Punkt und den vielen bunten Tonnen im Vorgarten. Da wird aus Biomüll Dünger für die Pflänzchen, Kartonage zu weichem Klopapier und unseren Plastikmüll können wir recycled als Fleecepullis anziehen. Yeah!

Okee, ganz so einfach ist es natürlich nicht und leider kann auch nicht jedes Material recycelt werden, aber Mülltrennung ist schon mal ein enorm wichtiger Teil der Wertschöpfungskette und damit ein ziemlich guter Anfang. Was das nun mit Upcycling zu tun hat? Na, Alles. Denn letztlich geht’s doch immer darum vorhandene Ressourcen zu schonen, nachhaltiger zu leben und unsere schöne Natur und Artenvielfalt zu bewahren. Eben Dinge nicht einfach wegzuwerfen, sondern sie möglichst lange zu hegen, pflegen, schätzen, erhalten und wenn möglich weiter aufzuwerten… eben UPcycling!

Trend Upcycling

Der Begriff ist noch recht neu, die Idee nicht. Sagt zumindest meine Omi und ihr habe ich als Dreikäsehoch ja auch schon beim Socken stopfen über die Schulter geschaut. Heute kauft man sich einfach neue wenn der große Onkel rausschaut, aber damals hatte sie nicht viel und noch weniger Geld. Somit war alles wertvoll und schützenswert. Bei Lieblingsstücken ist das ähnlich, wenn auch aus anderem Grund. Da wird so lange geflickt und gepatcht bis nur noch der gute Wille die Nähte zusammenhält und hey, da seid ihr schon voll drin im Upcycling Prozess! Gar nicht gemerkt, was?!

Aber zählt das jetzt wirklich schon zu Upcycling oder ist das nicht einfach nur Reparieren? Die Antwort ist ein glasklares »Jein!« und der Übergang fließend, denn letztlich liegt das doch immer im Auge des Betrachters, oder?! Bekommt eine Socke neuen Glanz durch ein gestopftes Loch… wohl eher nicht, außer ihr habt eine aufwändige Kunststickerei angewendet, wovon ich jetzt mal nicht ausgehe. Dennoch braucht man kein neues Paar kaufen, wenn nur eine den Abgang macht und selbst wenn der größte Patch nicht mehr reicht, verschwindet sie eben mit anderen Stoffresten im nächsten Sitzkissen. Weiß ja keiner.

Beim vollgekleckerten Lieblingsshirt kann das schon ganz anders aussehen, wenn man den Fleck in ein cooles Artwork verwandelt oder einen lustigen Patch darüber bügelt… und das ist nur ein Anfang. Mit ein bisschen Kreativität geht da noch soooo viel mehr:

Hier mal einem Basic Shirt einen verrückten Druck verpassen, die alte Lederjacke mit einer Stickerei aufhübschen, kaputte Hosentaschen abtrennen und durch ein anderes Material ersetzen, den alten Flechtkorb in frische Farbe tunken, die Europalette in ein Wandregal verwandeln, schöne Flaschen als Lampenschirme umfunktionieren, ein altes Holzbrett als Pinboard nutzen, Taschen aus LKW-Plane nähen, Kabeltrommeln in Gartentische verwandeln,… die Liste lässt sich unendlich und in alle Richtungen weiterführen, denn Upcycling macht vor Nichts und Niemandem halt.

Alles was du für dein nächstes Projekt brauchst, ist ein frischer Blick, ein bisschen handwerkliches Geschick und ‘ne gute Idee… schon werden aus den einfachsten Alltagsgegenständen deine ganz persönlichen Highlights. Und das Beste – es gibt kein Richtig oder Falsch, nur Unikate mit einem ganz besonderen Wert. Deinem! Und der ist unbezahlbar.

Worauf wartest du noch? Gib’ deinem alten Lieblingspulli endlich eine zweite Chance oder fang’ an kleine Stoffreste zu sammeln… ich habe dir bei Yes, Honey​ schon mal ein paar Schnittmuster zusammengestellt, die perfekt dazu passen könnten.

In diesem Sinne – Upcycle your Life!

Liebst*** Swantje


Unser Partner:
von: Swantje

Über die Autorin

Swantje ist gelernte Maßschneiderin, Modedesignerin und Gründerin des Labels "Yes, Honey". Auf You-Tube findet man ihr geballtes Wissen und ihre sympatische Moderation in Tutorials für Makerist und Prym. Webseite Hat dir mein Artikel gefallen? Hast du eine Frage oder Anmerkung? Schreibe mir gern einen Kommentar

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